Taunusstein erprobt KI Voicebot Mara im Telefonbetrieb

Taunusstein erprobt KI Voicebot Mara im Telefonbetrieb
Taunusstein erprobt KI Voicebot Mara im Telefonbetrieb

Die Stadt Taunusstein hat auf ihrer Beteiligungsplattform ein Testprojekt für den KI Voicebot Mara gestartet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können den Dienst telefonisch ausprobieren und anschließend über ein kurzes Onlineformular Rückmeldungen zur Verständlichkeit, zur Qualität der Antworten und zur technischen Funktion unter realen Bedingungen geben.

So funktioniert der Test

Der Dienst ist nach Angaben der Stadt betriebsbereit und lässt sich unter der Rufnummer 06128 241 950 testen. Mara verarbeitet natürliche Sprache, feste Befehle sind nicht erforderlich. Im Dialog beantwortet der Bot häufige Fragen, leitet während der Servicezeiten Anrufe an zuständige Stellen weiter oder nimmt Rückrufbitten auf. Die Stadt bittet darum, Weiterleitungen und Rückrufbitten nur zu nutzen, wenn wirklich ein Gespräch mit der Verwaltung oder ein Rückruf gewünscht ist.

Wer mitmacht, soll ein realistisch formuliertes Anliegen vorbringen. Als Beispiel nennt die Stadt Themen wie Ausweise, Abfalltermine, Gebühren, Ordnungswidrigkeiten, Eheschließungen, Kita oder Baustellen. Im Anschluss steht auf der Plattform gestalte.taunusstein.de/de-DE/projects/voicebot-mara ein Feedbackformular bereit. Die gesammelten Rückmeldungen sollen helfen, die Erkennungsrate von Anliegen, die Treffgenauigkeit der Antworten und die Weiterleitungen zu bewerten.

Datenschutz und technische Rahmenbedingungen

Nach Angaben der Verwaltung wird der Dienst auf Servern in Deutschland betrieben und erfüllt die Vorgaben der DSGVO. Gesprächsaufnahmen würden nach der automatischen Protokollierung gelöscht, die Protokolle selbst nach 21 Tagen. Zu Beginn jedes Anrufs informiert Mara darüber, dass es sich um eine Künstliche Intelligenz handelt. Eine Weiterleitung zu einer realen Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter ist jederzeit möglich. Ergänzende Hinweise nennt die städtische Datenschutzerklärung auf www.taunusstein.de/datenschutz.

Ziele des Projekts und weiteres Vorgehen

Die Stadt will ermitteln, in welchen Bereichen der telefonische Service perspektivisch entlastet werden kann. Als denkbare Einsatzzeit nennt die Verwaltung insbesondere Zeiten außerhalb der Erreichbarkeit der zentralen Rufnummer. Die Erkenntnisse aus der Beteiligungsphase sollen direkt in die Weiterentwicklung des Dienstes einfließen.

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